Atomkraftwerke versorgen uns momentan mit günstigem Strom, den sich jeder leisten kann. Leider sind Atomkraftwerke alles andere als umweltschonend. Es sind riesige Wassermengen erforderlich um den Reaktor zu kühlen und nachdem die Brennstäbe fertig sind, werden sie in Bunkern entsorgt, in welchen es in einigen Fällen Jahrtausende dauert, bis sie ihre atomare Strahlung vollständig verloren haben. Dies ist ein ernstes Problem, für welches es bisher keine Lösung zu geben schien. Mit dem Ausbau erneuerbarer Energien können wir den Atomausstieg aber beschleunigen und schon in einigen Jahren vollkommen umweltschonend leben.

Atomenergie bedeutet auch ein großes Risiko

Ein weiterer Grund für den Atomausstieg ist auch die Sicherheit der Bewohner um das Kraftwerk herum. Atomkraftwerke sind sehr anfällig und schon kleine Erbeben beispielsweise können zu einer Kernschmelze führen. Dies bedeutet, dass auch in Deutschland eine Katastrophe wie in Fukushima vorstellbar ist. Deshalb gibt es auch so viele Gegner der Atomenergie. Ein Unfall würde aber nicht nur die Bewohner selbst treffen, sondern hätte auch internationale Folgen, wenn Strahlung etwa ins Meer kommt oder saurer Regen entsteht, der weltweit fallen kann. Dieses Risiko könnte mit erneuerbaren Energien ausgeschaltet werden.

Ökostrom ist so günstig wie noch nie

Ein Umstieg auf Ökostrom war bisher für Viele nicht sehr attraktiv, weil die Preise noch relativ hoch waren. Der Grund dafür lag in den hohen Produktionskosten und Instandsetzungskosten der Anlagen, welche für den erneuerbaren Strom gebraucht wurden. Diese Kosten sind jetzt aber kompensiert und wir befinden uns in einer Übergangsphase, in welcher der Ökostrom bald weniger als der Atostrom kosten wird. Dies wird dazu führen, dass die meisten Stromanbieter in den Ausbau von neuen Anlagen investieren werden, damit sie auch weiterhin konkurrenzfähig bleiben können. Diese Entwicklung wird dazu beitragen, dass der Atomausstieg stark beschleunigt wird.

Ein Umstieg bewirkt viel

Wer auf Ökostrom umsteigt, spart in erster Linie viel Geld, weil der Strom günstiger als Atomstrom ist. Des Weiteren schont man auf diese Weise die Umwelt, weil den Atomstromanbietern langsam die Kunden wegrennen und im Endeffekt bedeutet dies, dass man seinen eigenen Beitrag dazu leistet, dass der Atomausstieg beschleunigt wird. Den Stromanbieter wechseln geht dabei ganz einfach, wie die Infografik zeigt, die weiter unten zu sehen ist. Man wählt in den Vergleichsoptionen einfach aus, dass man auch Ökostromanbieter oder ausschließlich Ökostromanbieter wählen will und wählt dann den Tarif und Anbieter, der einem am besten entspricht.

Stromanbieter wechseln - Ökologisch denken lohnt sich!

Auf Labels genau achten

Bei Ökostromanbietern gibt es auch einige schwarze Schafe, die Atomstrom umetikettieren und ihn als Ökostrom verkaufen. Deshalb sollte man auf Labels achten, die Ökostrom garantieren. Drei Labels gelten dabei als maßgebend. Das OK-Power Label, das „Grüner Strom Label“ und das Label vom TÜV Süd und Nord. Alle anderen Labels garantieren zwar in einem gewissen Maße Ökostrom, doch sind sie nicht so verlässlich. Zumindest wird bei einigen der schwarzen Schafe zumindest teiweise Ökostrom generiert, was den Atomausstieg indirekt auf eine gewisse Weise unterstützt. Deshalb lohnt sich der Wechsel auf Ökostrom sowohl finanziell als auch für die Umwelt in jedem Fall.